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UNSERE KONGRESS-IDEE

Wie kann man im Rahmen eines Kongresses eines Menschen gedenken, der das „Noch-nicht-Gewusste-aber-schon-Gespürte“ ins Zentrum seines ganzen Forscherlebens gestellt hat? Indem man eben jenes von ihm erforschte Phänomen in den Mittelpunkt stellt.

„Experiencing“ ist die eigentliche, zentrale Entdeckung von Eugene T. Gendlin: Der konkrete, körperlich spürbare Prozess der Verbundenheit von Körper und Umwelt, auf den wir Menschen uns jederzeit beziehen können. Es ist gleichzeitig „die Grenze von dem, was schon da ist“ – und damit jener Ort, an dem Persönlichkeitsentwicklung (personality change) möglich ist.

Die Grundidee des Kongresses ist es, dafür sichere Beziehungsräume zur Verfügung zu stellen.

Der Einstieg am Donnerstagvormittag (Pre-Congress) bietet die Möglichkeit, von „Meistern“ zu lernen. Meister wird hier nicht im üblichen, bewertenden Sinne verstanden, sondern sie werden einfach als Menschen gesehen, die in gewissen Lebensbereichen durch mannigfaltige Erfahrungen (Experiencing) implizites Wissen erworben haben, das sie in die Begegnungen mit den Teilnehmer*innen einbringen. Schon hier steht das Ermöglichen von praktischen (Lern-)Prozessen im Zentrum und nicht die Vermittlung von Inhalten oder explizitem Wissen.

Das Herzstück des ganzen Kongresses sind insgesamt vier Halbtage, an denen durch offene Beziehungsräume Experiencing-Prozesse zwischen allen Beteiligten ermöglicht werden. Eine klare, sich wiederholende Struktur sorgt für den sicheren Rahmen: Am Beginn steht jeweils ein experienzieller Dialog zwischen zwei Speakern. Dialog heißt: Sich wirklich zuhören und aufeinander beziehen. Dies können dann alle Teilnehmer*innen in einem Zweier-Focusing selber erproben und erleben. Danach folgt der Schritt nach außen, in die Gruppe, hin zur Begegnung mit allen anderen, in Form eines Encounters.

Dabei wollen wir auch der Frage nachgehen, wie dieses von Carl Rogers entwickelte Format im 21. Jahrhundert wiederbelebt und funktionieren könnte – denn was würde gesellschaftspolitisch gesehen derzeit dringender von Nöten sein?

Als Abschluss jeden Halbtages werden mit der „Fishbowl“-Methode die wesentlichen Erfahrungen des Gruppenprozesses zusammengetragen und die „Weisheit des Gruppenkörpers“ (C. Rogers) sichtbar gemacht.

Der Samstagnachmittag und -abend dient der klassischen Würdigung der Person Eugene T. Gendlins: In Online-Impulsen und Podiumsdiskussionen namhafter Wegbegleiter soll an persönliche Erfahrungen und Begegnungen erinnert werden, ehe im obligatorischen Fest am Abend auch der unterhaltende, gesellige Aspekt von Experiencing seinen Raum erhält.

Der Sonntagvormittag ist der Bonus-Tag des Kongresses: Ein experienzielles Labor für alle, die in Form von Open Spaces der Frage nachgehen wollen, wie die Erfahrungen der Kongress-Tage über den psychotherapeutischen Tellerrand hinaus wirksam werden können – ganz im Sinne der Grundidee der Encounter-Bewegung.

So werden diese Tage sowohl nach innen (inwards) als auch nach außen (outwards) führen und damit das ermöglichen, was dazwischen liegt: „onwards“ – der eine Prozess der Verbundenheit mit mir und mit anderen.

Was dich erwartet

In Kleingruppen für  vielfältige Interaktionen

Masterclasses

Lernen durch Anschauung und Ausprobieren; wie Menschen mit reichem, implizitem Wissen (über Focusing, Polyvagal-Theorie, Träume, Philosophie, etc.) dieses in praktische Beziehungsprozesse einbringen.

Von Facilitators begleitet

Experienzieller Encounter

Erfahrene Facilitators begleiten empathisch, wertschätzend und kongruent einen völlig offenen Beziehungsraum, in dem sich Menschen als soziale Wesen erleben können und sich die „Weisheit des Gruppenkörpers“ (C. Rogers) zeigen kann.

speaker beziehen sich aufeinander

Embodied Dialog

Speaker reden nicht über etwas, sondern miteinander; echtes Zuhören und aufeinander beziehen; welche Resonanz lösen die Worte des anderen aus und wie kreuzen sie sich mit dem eigenen, impliziten Erleben.

Das Erleben im Mittelpunkt

Fishbowl

Eine strukturiertere Ergänzung zum Encounter; einzelne Menschen bringen ihr Encounter-Erleben ein, begegnen sich in der Mitte des Gruppenganzen und machen so den gemeinsamen Prozess sichtbar.

Mit deiner zugeteilten Focusingperson

1 zu 1 Focusing

Jedem/r Teilnehmer*in wird zugehört; und jede/r kann dadurch das eigene, gegenwärtige Experiencing explizieren und vorantragen; die Beziehung zu mir wird gestärkt für die Begegnung mit anderen.

Über den Tellerrand hinaus

Experiantial labor

Am Sonntag werden zusätzliche Inputs von externen Expert*innen die Entwicklung von Formaten aufbauend auf den Kongress-Erfahrungen unterstützen; Formate, die über den psychotherapeutischen Tellerrand hinaus gesellschaftlich wirksam werden können.

Location
"die HausWirtschaft"

Die besondere Location mit ihren vielfältigen Raumangebot vom Zweiersetting bis zur Großgruppe im Saal ermöglicht unterschiedlichste Begegnungen, u. a. auch mit Videos von Gendlin, Stille-Räumen, Kleingruppen, kreativen Möglichkeiten und vieles mehr.

Kulinarische Begleitung

Dass der Prozess nicht verloren geht, wird es während der Kongresstage...

Gendlin Kongress Wien

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